Die Nachteile einer Baumbestattung
Eine Baumbestattung passt nicht zu jeder Familie. Diese Punkte sollten Sie kennen, bevor Sie sich entscheiden, nicht danach.
Die wichtigsten Nachteile einer Baumbestattung sind: die Entfernung für Angehörige, kein Grabschmuck und keine sichtbare Grabstelle, keine Erdbestattung möglich und kein Ort im Alltag, den man auf dem Heimweg besucht.
Dazu kommen drei Punkte, die selten genannt werden: Der Wald lässt sich nicht umgestalten, ein Wechsel des Grabes ist praktisch ausgeschlossen und bei Wetter oder eingeschränkter Beweglichkeit ist der Weg zum Baum nicht immer machbar.
Sieben Punkte, die vorher auf den Tisch gehören
- Die Entfernung wirkt über Jahrzehnte Am Beisetzungstag fährt jeder mit. Im fünften Jahr fährt die 84-jährige Schwester nicht mehr allein 45 Kilometer. Rechnen Sie mit der ältesten Person in der Familie und mit den nächsten zwanzig Jahren.
- Es gibt keinen Grabschmuck Keine Blumen, keine Kerzen, keine Bank, keine Figur. Für Menschen, die im Pflegen eines Grabes Trost finden, fällt genau dieser Trost weg. Das ist kein kleiner Punkt, sondern für manche der entscheidende.
- Nur Feuerbestattung Wer eine Erdbestattung möchte oder wessen Glaube sie vorschreibt, für den scheidet der Bestattungswald aus. Es gibt keine Ausnahme.
- Kein Ort im Alltag Ein Friedhofsbesuch lässt sich auf dem Rückweg vom Einkaufen einschieben. Der Wald ist ein Ausflug. Das verändert, wie oft und wie spontan Angehörige kommen.
- Der Weg ist nicht immer begehbar Waldwege im November sind matschig, im Winter vereist. Mit Rollator, Rollstuhl oder nach einer Operation kann der Weg zum Baum unmöglich werden.
- Der Ort lässt sich nicht verändern Kein Nachrüsten einer Tafel, keine Umgestaltung, kein zusätzlicher Stein zum zehnten Todestag. Was Sie am Anfang festlegen, gilt.
- Ein Wechsel ist praktisch ausgeschlossen Eine Umbettung aus dem Bestattungswald ist rechtlich möglich, aber aufwendig, genehmigungspflichtig und teuer. Bei BaumFrieden und bei der Naturbestattung im Ausland ist sie faktisch unmöglich.
Wann eine Baumbestattung nicht die richtige Wahl ist
Wir raten in diesen Fällen regelmäßig ab, auch wenn wir damit einen Auftrag verlieren.
- Wenn in der Familie jemand ist, der ein Grab braucht, um trauern zu können, und der nicht mobil genug für den Wald ist.
- Wenn die Angehörigen über den Ort zerstritten sind. Ein Baum, der als Kompromiss gewählt wurde, wird selten besucht.
- Wenn eine Erdbestattung aus religiösen Gründen erwartet wird und darüber nicht offen gesprochen wurde.
- Wenn die Entscheidung nur über den Preis fällt. Auf einem kommunalen Friedhof gibt es pflegefreie Urnengrabfelder, die oft günstiger und näher sind.
- Wenn niemand den Wald vorher gesehen hat. Prospektbilder und Realität unterscheiden sich, besonders im Winter.
Viele Kommunen haben inzwischen Baumgrabfelder auf ihren Friedhöfen. Sie bieten dasselbe Gefühl, dieselbe Pflegefreiheit und liegen zu Fuß erreichbar im Ort. Die Ruhezeit ist mit zwanzig bis dreißig Jahren kürzer als die 99 Jahre im Bestattungswald. Für viele Familien ist das der bessere Kompromiss. Wir prüfen für Ihren Wohnort, was es dort gibt.
Was nach 99 Jahren passiert
Die Frage kommt selten, ist aber berechtigt. Das Nutzungsrecht an einem Baumplatz läuft bei FriedWald und RuheForst in der Regel 99 Jahre. Danach fällt der Platz an den Wald zurück.
Praktisch bedeutet das: Die Asche ist zu diesem Zeitpunkt längst vollständig in den Boden übergegangen, es gibt nichts umzubetten und nichts zu räumen. Der Baum bleibt stehen oder wird, wenn er inzwischen abgestorben ist, dem natürlichen Zerfall überlassen. Ein neuer Baum wächst nach.
Der Vertrag mit dem Waldbetreiber regelt außerdem, was passiert, wenn ein Baum vorzeitig durch Sturm, Trockenheit oder Käferbefall stirbt. Üblich ist, dass der Baum liegen bleibt und der Ort markiert bleibt oder ein Ersatzbaum in unmittelbarer Nähe zugeordnet wird. Lassen Sie sich diesen Punkt vor Vertragsschluss zeigen, er steht in jeder Satzung.
Häufige Fragen zu diesem Thema
Vor allem vier Dinge: die Entfernung für Angehörige, das Verbot von Grabschmuck, die Beschränkung auf die Feuerbestattung und das Fehlen eines Ortes, den man im Alltag nebenbei besuchen kann. Dazu kommt, dass sich am Ort später nichts mehr verändern lässt und ein Wechsel praktisch ausgeschlossen ist.
Nein. Bestattungswälder sind Wirtschafts- und Naturwald, Möblierung und dauerhafte Zeichen sind nicht vorgesehen. Zulässig ist bei den meisten Betreibern ein kleines Namensschild direkt am Baum. Wer mehr möchte, ist auf einem Naturfriedhof oder einem kommunalen Baumgrabfeld besser aufgehoben.
Rechtlich ist eine Umbettung möglich, sie ist aber genehmigungspflichtig, aufwendig und mit Kosten verbunden. In der Praxis kommt sie fast nie vor. Bei BaumFrieden und bei einer Naturbestattung im Ausland ist eine Rückholung faktisch ausgeschlossen. Deshalb sollte die Entscheidung von Anfang an tragen.
Für viele ja. Die evangelische und die katholische Kirche begleiten Beisetzungen im Bestattungswald, oft mit einer eigenen Andacht. Entscheidend ist die Feuerbestattung: Wo eine Erdbestattung religiös erwartet wird, scheidet der Bestattungswald aus. Sprechen Sie darüber am besten mit der Gemeinde vor Ort, bevor Sie sich festlegen.
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